Mobilités et développement territorial

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Räumliche Entwicklungsdynamiken begreifen

Die Bezeichnung «Raumentwicklung» hat zwei Ebenen. Zum einen verweist sie auf die Dynamiken städtischer und räumlicher Entwicklung. In der Schweiz wie auch anderswo verändern sich die Städte, auf Brachen entstehen neue Quartiere, ländliche Gemeinden übernehmen neue städtische Funktionen seien es nun Wohn-, Produktions- oder Erholungsfunktionen, Regionen werden unter dem Einfluss wirtschaftlicher Dynamiken umgestaltet, usw. Zum anderen bezieht sich die Bezeichnung auf das Gebiet der Raumentwicklung auf politischer Ebene. Als Reaktion auf die räumlichen Entwicklungsdynamiken und ihre Auswirkungen werden vonseiten der Öffentlichen Hand Regulierungsmassnahmen ergriffen. Um nur ein Beispiel zu nennen sei hier die neue Fassung des Raumplanungsgesetzes erwähnt, die für einen Paradigmenwechsel steht und im Städtebau den Übergang von der Ausdehnung zur Verdichtung markiert.

Mobilität als zentraler Ansatzpunkt

Das andere Stichwort der Gruppe ist die Mobilität in ihren verschiedenen Formen. Diese werden als Organisationsprinzip unserer Gesellschaft betrachtet und stellen so – neben anderen – eine Art und Weise dar, die Raumentwicklung zu begreifen. Besonders zu erwähnen sind die Mobilität von Personen, die zu Wohnraum-, Migrations- und Verkehrsproblematiken führt, die Mobilität der Ressourcen, die gewisse Landesteile bevorzugt bzw. benachteiligt, sowie die Mobilität der Ideen in der Art von städtebaulichen und regionalen Referenz- und Entwicklungsmodellen, die die Debatten prägen.

Erste Projektbeispiele

Ein von dieser Gruppe unterstütztes Projekt ist die Swiss Mobility Conference. Sie wird vom Institut für Geographie und Nachhaltigkeit der Universität Lausanne und dem Laboratorium für Stadtsoziologie der ETH Lausanne organisiert. Jährlich versammeln sich an dieser Veranstaltung Forscher der Sozialwissenschaften aus der Schweiz und aus dem Ausland, die sich mit verschiedenen Formen der räumlichen Mobilität beschäftigen. Die Gruppe vertieft ihre eigenen Themenbereiche mit der Teilnahme an wissenschaftlichen Veranstaltungen wie dem Swiss Geoscience Meeting und mit Artikeln in der GeoAgenda.

Patrick Rérat, 2019

Lucerne, Musée des transports
Lucerne, Musée des transportsImage: Patrick Rérat, 2014

Leader : Patrick Rérat (UNIL) – patrick.rerat@unil.ch/page personnelle